Der bekannteste Ort der Insel ist Olymbos, 1420 von den Einwohnern der Insel Saria und des antiken Vrykous gegründet, die vor den häufigen Überfällen von Piraten und Sarazenen in die Berge flohen. Dort, isoliert von der Außenwelt, hat sich bis heute nicht nur der altertümliche dorisch beeinflusste Dialekt in der Sprache der Olymbites (den Einwohnern des Dorfes) gehalten, sondern auch Kunst, Kultur und Bräuche, die überall im Ort anzutreffen sind. Elektrischen Strom gibt es erst seit 1980.
Karpathos war bereits in der Antike besiedelt. Die Dorer gründeten dort die vier Städte Poseidion (heute Pigadia), Arkesia (heute Arkassa), Vrykous (heute Wurgunda) und Nisyros (heute Ta Palatia, Saria), weshalb Strabon die Insel auch Tetrapolis nannte. Zu dieser Zeit war die Insel sehr fruchtbar. In den folgenden Jahrhunderten wurde Karpathos ein enger Verbündeter Athens.
Nach Abzug der italienisch - deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fiel während der großen Hungersnot 1944 dem Dorf Finiki eine besondere Rolle zu. Sieben Fischer segelten von dort mit einem kleinen Boot ohne Funk und Kompass nach Ägypten, um Hilfe zu holen. Bereits eine Woche später kehrten sie an Bord britischer Kriegsschiffe heim und brachten Nahrungsmittel und Medikamente für die notleidende Bevölkerung mit.
Der südliche Teil der Insel ist bei Windsurfern wegen seiner guten Windstatistik und hohen Windstärke beliebt. Der Meltemi wird durch die lokale Topographie noch verstärkt und bläst im Sommer wochenlang ohne Pause Tag wie Nacht mit durchschnittlich 5 - 7 Bft und erreicht an manchen Tagen sogar 9 Bft. In der sogenannten Devil's Bay findet jedes Jahr im August der Speed - Windsurf - Worldcup statt.
Viele Traditionen, die im Rest Griechenlands verschwunden sind oder nur noch als Teil der Folkloredarbietungen existieren, haben auf Karpathos überlebt.
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